GR: Anspruchsvoller Plan für die Sonderjagd 2020

Nov 10 14:19 2020  Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Obschon die Hochjagdstrecke sehr gut ausgefallen ist, gilt es einen anspruchsvollen Plan für die Sonderjagd 2020 umzusetzen. Ohne die Jagd im November und Dezember wäre eine Regulation der Hirsch- und auch der Rehwildbestände undenkbar.

Der Abschussplan beim Hirschwild liegt mit insgesamt 5560 Hirschen gleich hoch wie im Vorjahr. In allen Regionen mit grossen Wald-Wild-Konflikten wurde der Anteil an weiblichen Tieren, die gemäss dem Abschussplan zu erlegen sind, von 50 auf 55 beziehungsweise 60 Prozent gesetzt. Der Plan ist somit erfüllt, wenn mindestens 3154 weibliche Tiere erlegt worden sind (2019: 3116). In den drei Wochen der Bündner Hochjagd 2020 sind im Vergleich zum Vorjahr rund 30 Prozent mehr Hirsche und Rehe erlegt worden. Damit der jagdliche Auftrag erfüllt werden kann, müssen auf der Sonderjagd 2020 dennoch eine erhebliche Anzahl Hirsche und Rehe zusätzlich erlegt werden.


Auch der Rehbestand muss reguliert werden
Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Rehbockstrecke widerspiegelt allgemein einen guten bis regional zu hohen Rehbestand. In Gebieten mit grossen Wald-Wild-Konflikten ist davon auszugehen, dass das Rehwild einen entscheidenden Einfluss auf die Waldverjüngung hat. Aus diesem Grund wird in diesen Regionen die Sonderjagd auf Rehe durchgeführt, unabhängig der Rehbockstrecke der Hochjagd.

Hoher Anteil an männlichen Tieren bei der Hochjagdstrecke
Da bei der Hochjagdstrecke beim Hirschwild vor allem der Anteil an männlichen Tieren hoch war, muss auf der Sonderjagd 2020 die Regulation der weiblichen Tiere intensiviert werden. Zudem wurden weitere Schwerpunktbejagungen in besonders betroffenen Gemeinden festgelegt.

Um eine ausreichende Regulation der Hirschbestände zu erzielen, braucht es die zusätzlichen Jagden im November und Dezember. In allen 21 Hirschregionen werden Sonderjagden auf Hirschwild durchgeführt. Für die Sonderjagd haben sich 3551 (Vorjahr 3422) Jägerinnen und Jäger angemeldet. Diese werden wie bisher via das Kantonsamtsblatt und die Webseite des Amts für Jagd und Fischerei (AJF) über den Abschussplan, die Patentbezugsorte und ‑zeiten, regionale Besonderheiten und Öffnungszeiten der Untersuchungsstellen informiert.

Besondere Situation für die Anmeldung für die Jagdprüfung
Aufgrund der Covid‑19-Situation erfolgt die Anmeldung für die Eignungsprüfung für Jägerinnen und Jäger 2021/2022 diesen Herbst für alle Kandidatinnen und Kandidaten ausschliesslich schriftlich mit offiziellem Anmeldeformular per A‑Post plus. Die Ausschreibung wurde ab Donnerstag, 15. Oktober 2020 im Amtsblatt des Kantons Graubünden und auf der Internetseite des AJF publiziert. Die Anmeldung hat bis spätestens am 13. November 2020 zu erfolgen. Das Anmeldeformular kann von der AJF‑Internetseite heruntergeladen werden. Die Anmeldung gilt für sämtliche obligatorischen Prüfungsteile und Kurse.