Wolfsrudel in Graubünden - wie weiter?

Jan 14 10:43 2020 Bündner Naturmuseum

Die Rückkehr der Wölfe ist eine der spektakulärsten Entwicklungen der letzten Jahre im Naturschutz in Europa. Graubünden weist mit mittlerweile 4 Wolfsrudeln (5 mit dem Wolfsrudel im Grenzgebiet zum Tessin) und insgesamt 30 Wölfen die höchste Wolfsdichte in der Schweiz auf.

Wölfe nutzen Lebensräume, die unmittelbar an Siedlungen grenzen. Das bleibt nicht unbemerkt und führt immer wieder zu heftigen Diskussionen. Im Kanton Graubünden wird seit Jahren auf allen möglichen Ebenen versucht, das Zusammenleben von Wolf und Mensch im intensiv genutzten Kantonsgebiet zu ermöglichen. Allerdings werden auch die Schwierigkeiten, Wölfe in der Kulturlandschaft zu haben, zunehmend sichtbar. Dies gilt insbesondere in der aktuellen Situation mit der sehr schnell wachsenden Wolfspopulation und mit verhaltensauffälligen Wölfen. Die Akzeptanz bei den direkt betroffenen Kreisen wird zukünftig die Frage der Grössenordnung der Wolfspopulation im Alpenraum massgeblich mitbestimmen.

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen und findet im Saal Brandis neben dem Bündner Naturmuseum statt. Anschliessend besteht die Möglichkeit, sich in ungezwungenem, geselligem Rahmen mit dem Referenten und den Besucherinnen und Besuchern zu unterhalten. Aus Kostengründen sind Nicht-Mitglieder der NGG gebeten, einen Un-kostenbeitrag von CHF 10.-- beizusteuern.

"Wolfsrudel in Graubünden – wie weiter?"
Mittwoch, 22. Januar 2020, 20.15 Uhr
Referent: Dr. med. vet. Adrian Arquint, Leiter Amt für Jagd und Fischerei GR

Weitere Infos unter: Naturforschende Gesellschaft Graubünden NGG