Datenschatz über Wildtiere und die Jagd aktualisiert

Sep 10 10:58 2018 WILDTIER SCHWEIZ

Die umfassende Datenplattform www.jagdstatistik.ch wurde mit neuen Daten zu jagdbaren und geschützten Tierarten aktualisiert und erweitert. 

Wildtier Schweiz führt im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU die eidgenössische Jagdstatistik mit der umfassenden Datenplattform www.jagdstatistik.ch. Sie listet alle jagdbaren, geschützten und fremden Säugetiere sowie Vögel auf und veranschaulicht, wann sie in welchen Kantonen gejagt werden dürfen. Die Kantone erheben Bestandszahlen, Abschüsse, Totfunde und festgestellte Todesursachen und speisen diese in die Datenbank ein. Wildtier-Interessierte können gleich selber Grafiken aus den Daten erstellen. Neu sind die Daten vom Jagdjahr 2017 (1. April 2017 bis 31. März 2018) aufgeführt.

Die Fallwildstatistik zeigt es deutlich: Der schneereiche Winter 2017/2018 war vor allem in den Zentral- und Ostalpen lang und hart für die Wildtiere. Mehr Wildtiere kamen in Lawinen um. Da die Tiere auf der Suche nach Nahrung bis in die Täler hinunterstiegen, verunfallten sie dort auch häufiger im dichten Strassen- und Schienenverkehr. Auffallend viele Tiere starben an Erschöpfung und/oder Krankheit. In so langen, harten Wintern zehrt jede Anstrengung am knappen Energievorrat von Hirsch, Gämse, Steinbock und Co. Jedes Gehen durch tiefen Schnee, jede Flucht vor Feinden oder vor Menschen ist für sie enorm belastend. Deshalb sind Wildruhezonen wertvolle Rückzugsinseln, wo Wildtiere mit ihren Kräften haushalten und somit besser überleben können.  Wintersportler und Spaziergänger können Wildtieren in ihrem Überlebenskampf helfen, indem sie Wildruhezonen meiden, deren Begehung saisonal eingeschränkt wurde.